Part I - Papertrail

Das Projekt Papertrail entwickelte sich aus der Vorstellung eine großen Clusters, welches aus vielen Einzelteilen besteht und komplex & flexibel zugleich ist. Pyramiden mit sechseckiger Grundfläche bildeten die Basis. Insgesamt wurden 816 Papierpyramiden in drei unterschiedlichen Höhen angefertigt, welche auf kleine Baumwollflicken angeordnet und befestigt wurden. Mithilfe eines Klettverschlusssystems lassen sich die entstandenen 20 Flicken flexibel zu einem 120 cm x 150 cm großen Teppich verbinden.

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Die Inszenierung des Clusters erfolgte unter dem Arbeitstitel Kontextverschiebung in der Natur. Der Teppich sollte in eine Umgebung eingepasst werden, die seiner Art völlig fremd ist. So erklimmen die 816 weißen, perfekten, statischen Pyramiden einen Baum und bieten einen ästhetisch aufregenden und zugleich irritierenden Anblick.

YEAR: 2014
CLIENT: personal project
PARTICIPANTS: Maria Pantke

 

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Part II - One Piece of Paper

Neben der simpelsten Art, ein Blatt Papier von der Fläche in eine dreidimensionale Form zu heben - nämlich durch Schneiden und Kleben - versuchte ich nun durch Faltung den gleichen Effekt zu erzielen, Hinzu kam die Limitierung für jedes einzelne Objekt nur ein Blatt Papier zu verwenden und gänzlich auf Klebung zu verzichten. Das Ergebnis dieser Intensiven Auseinandersetzung mit dem Werkstoff Papier, dessen Eigenschaften und Verhaltensweisen zeigen die nachfolgenden Fotografien.

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Part III - Paper's alive

Bereits während der intensiven Auseinandersetzung mit dem Material Papier entwickelte sich das Bedürfnis die entstandenen „Ein-Blatt-Falter“ zu bewegen. Durch das Auseinanderziehen und Zusammendrücken führten viele der entstandenen Objekte sehr harmonische und äußerst organische Bewegungen aus. Die Faltung gab dem Papier Flexibilität. Durch Integration der Faltobjekte in eine natürliche und zugleich dem Werkstoff vertraute Umgebung ergab sich eine Spannung: Harmonie und Disharmonie zugleich. Die entstandene Reihe kurzer Stop-Motion-Animationen im Wald mit natürlichem Licht lässt die Papierfalter für einen Moment zum Leben erwachen..

YEAR: 2014
CLIENT: personal project
TECHNICAL SUPPORT: Sebastian Tögel

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Part IV - Change of State

Das Experiment Papier setzte sich in ganz neuen Dimensionen fort. Den so fragilen und filigaranen Faltobjekte wollte ich Größe und Stärke verleihen. Mithilfe eines Beamers und eines Generators projizierte ich Fotos der Papierarbeiten im urbanen Raum. Diverse Untergründe und Materialien bespielte ich so mit den komplexen Faltstrukturen, welche so ihren Raum in Frage stellten und sich selbst durch Brechung, Überlagerung und Verzerrung ganz neue Eigenschaften erlangten.

YEAR: 2014
CLIENT: personal project
PARTICIPANT: Florian Stumpe

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